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  1. Die Bestimmung der Ausmasse am Bau ist nach meinem Verständnis teilweise zwingend während der Bauaktivitäten durchzuführen und zwar dann, wenn durch den Arbeitsfortschritt Messungen nicht mehr möglich sind. Ein Beispiel dafür wären Elektroschlitze oder Unterputze. Wann sollten dem Bauherrn normalerweise die Ausmasse zu solchen Arbeiten vorgelegt werden? Bei der Endabrechnung ist es zu spät noch eine Prüfung vorzunehmen. Besteht hier ein Recht, dies Ausmasse zu einem früheren Zeitpunkt, d.h. dann zu verlangen wenn diese erhoben werden können. Die richtige Anlaufstelle für den Bauherrn ist der Bauleiter oder Architekt, d.h. dieser müsste über die Angaben verfügen - korrekt? Danke vielmals für die Antworten.
  2. Wir beauftragten Gipser Geschäft mit Gipser Arbeiten bei unserem EFH Renovationsauftrag (Werkvertrag, Q3-Qualität). Der Ersatz einer Täferdecke mit einer Rigips Decke endete mit einer schiefen Decke. Montiert wurde sie auf Metallprofilen, die wiederum direkt auf Betondecke montiert wurden. Leider ohne zuvor die notwendige Korrektur für eine saubere horizontale Montage zu machen. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass Vorgaben an einen professionellen Genauigkeitsgrad immer wieder neu Einzelvertrag für Einzelvertrag definiert werden müssen, frage ich mich was von einem professionellen Handwerker (Gipser) erwartet werden kann. Offenbar gibt es dazu die Normvorgaben SIA 414/2 mit Toleranzwerten für an Ort erstellte Bauwerke. Die Decke ist im vorderen Drittel so krumm, dass sich an den entsprechend gegenüberliegenden Enden in der Höhe auf einer Länge von rund 2.5 Metern ein Höhenunterschied von rund 40mm ergibt. Der schiefe Verlauf ist zudem nicht geradlinig sondern teilweise unregelmässig gekrümmt. Nun möchten wir vom Handwerker nicht etwas fordern, was nicht korrekt wäre. Seine Aussage war, dass er keine Schiftung der Decke offerierte hätte. Als Laie ist es aber schwierig beurteilen zu können ob für eine saubere Montage in der Offerte / Werkvertrag etwas unterlassen wurde. Leider hat der Handwerker weder den Bauleiter (uns sowieso nicht, da wir nicht direkte Kommunikation mit Handwerkern Probleme verursachen bzw. der Bauleitung "dazwischen funken" wollen) zuvor informiert, dass dies das Resultat seiner Arbeiten sein werde. Die Bauleitung hat leider auch nicht reagiert sondern erst nachdem wir darauf hingewiesen haben. Einige Bilder zur Visualisierung von einigen Mängel sind angefügt, u.a. auch Ausschnitt zur schiefen Rigips Decke = 1. Bild (bei Übergang von Raum wo Decke erstellt wurde zu kleinem Nebenraum wo Rohrende im Hintergrund zu sehen ist - die Decke im Nebenraum ist gerade; der Gipser hat die Verkleidung von Heizungsrohr dazwischen an die schräge Decke vorne angeglichen). 2. Bild: Rissbildung nach wenigen Tagen da unterschiedliche Materialien darunter liegen (Schiebetürtasche für Durchreiche und angrenzend Backstein/Mörtel), dann Bilder zu Trennschnitte Wand/Decke sowie zwei Oberflächenbilder. Danke für qualifizierte Rückmeldungen was man vom Handwerker, allenfalls Bauleiter erwarten kann bzw. Empfehlung zu Vorgehen (haben Handwerker heute schriftliche Mängelrüge gesandt). Wir wollen uns natürlich gegenüber Handwerker / Bauleiter korrekt und fair verhalten.
  3. Hallo Ich habe im September 2010 für einen Küchenumbau eine Offerte bei einem Baumeister eingeholt, der mir von einem Bekannten empfohlen worden ist. Die Offerte wurde eingeleitet mit "Basierend auf unserer Besprechung offerieren wir die diversen anfallenden Arbeiten wie folgt: Baumeisterarbeiten - Zuführen/abführen Arbeitsgeräte&Baumaterialien Annahme ca. Fr. xxxx - Abdecken mit Floorliner Annahme ca. Fr. xxxx - Aufführung diverser Pos. diverser Arbeiten Annahme ca. Fr. xxxx - Entsorgen des Schuttes Annahme ca. Fr. xxxx - unvorhergesehene Arbeiten Annahme ca. Fr. xxxx Total Baumeisterarbeiten Fr. xxxx" analog folgte Auflistung für Plattenlegerarbeiten Der Totalbetrag betrug rund Fr. 7'000.- An keiner Stelle wurde darauf hingewiesen, dass die Beträge ohne Material und Werkzeug zu verstehen sind. Inzwischen sind die Arbeiten erfolgt und die Rechnung eingetroffen. Unter der Überschrift Regie Rechnung wurden die einzelnen Positionen der Arbeitsrapporte aufgeführt. Diese enthalten nun nicht nur die in der Offerte erwähnten summarisch aufgeführten Aktivitäten sondern eine Auflistung aller verwendeten Materialien resp. Hilfsmaterialien, Werkzeuge, Transportgeräte. Die Kosten für Plättli, Mörtel und ähnliches betragen total etwa 1000.- Franken. Der Totalbetrag beläuft sich nun auf rund Fr. 13'000.-! Meine Erwartungshaltung war, dass die Offerte Material/Werkzeuge/Transportkosten beinhalten würde. Wenn ich nun eine fast doppelt so hohe Rechnung vor mir liegen habe, komme ich zum Schluss, dass die Offerte nur einen sehr geringen Wert aufwies. Der Baumeister war gar kein Meister der guten Kommunikation und Termintreue. Dass der Offertbetrag nicht den vollen Kosten entsprechen würde, wurde nie mit einer Silbe erwähnt. Fragen: 1. Ist die Form der oben erwähnten Bauauofferte übliche Praxis, d.h. dass nur die halbe Kostenwahrheit dargelegt wird? 2. Kann ein Bauherr nicht davon ausgehen, wenn eine Offerte wie beschrieben vorgelegt wird, dass die Positionen alle wesentlichen Kostenelemente berücksichtigen müsste? 3. Besteht für Baumeister keine gesetzliche oder verbandsmässige Verpflichtung eine Offerte mit allen Kostenelementen, die einfach zu erkennen resp. offensichtlich sind, zu erstellen? Es ist mir natürlich bewusst, dass unvorhergesehene Kosten entstehen können, je nach Abhängigkeit der Situation in kleinerem oder grösserem Ausmass. Mein Verständnis war es, dass genau dies durch die Position Unvorhergesehenes abgedeckt würde. 4. Beim Umbau handelte es sich um einen enifachen, übersichtlichen Umbau mit geringem Schwierigkeitsgrad der Kostenabschätzung. Müsste hier nicht für Kostenüberschreitungen gegenüber dem offerierten Betrag die 10% oder 20% "Regel" anwendbar sein? 5. Gibt es einen Ombudsmann (Basel Stadt), den man in einem solchen Fall konsultieren kann? P.S. Wir haben in der Vergangenheit bereits einige Umbauprojekte durchgeführt. 4 im Rahmen von 20'000-40'000 Franken und ein totaler Hausumbau im Rahmen von gut 300'000.- Franken. Es kam nie zu Kostenabweichungen, d.h. Überschreitungen von mehr als 10%, wenn überhaupt Abweichungen entstanden. Ferner lagen auch keine veränderten Umstände bei der Durchführung der Arbeiten gegenüber dem Zeitpunkt der Offerterstellung vor. Vielen Dank für die Rückmeldungen!
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