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nightmare

(Lärm-)belastete Attika-Terrassenwohnung an sehr ruhiger Lage

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Gross war die Freude, als wir unsere neu erstellte Attika-Terrassenwohnung beziehen konnten, die wir ganz nach unserem Geschmack ausgestattet hatten. Neben Geld hatten wir auch sehr viel Zeit und Energie investiert, so dass wir ein wahres Bijou unser Eigen nennen durften. Die Überbauung liegt an sehr ruhiger Lage und wurde entsprechend angepriesen, was für uns wohl einer der wichtigsten Punkte für den Kaufentscheid war.  Die Ernüchterung folgte jedoch nach und nach....

 

Zuerst stellten wir fest, dass der Autolift, welcher ans Schlafzimmer angrenzt, in unserer Wohnung hörbar ist – vor der Vertragsunterzeichnung wurde uns das Gegenteil zugesichert, ein zugezogener Architekt bestätigte uns dazumal ebenfalls, dass man diesen nicht höre, unter der Voraussetzung, dass sauber gearbeitet würde. Die dem Autolift angrenzende mechanische Lüftungsanlage der Tiefgaragen machte sich ebenfalls durch ein Dröhnen bemerkbar, ebenso wird die Abluft nicht über Dach fortgeführt, so dass auf unserer Terrasse der Geruch von Abgasen wahrgenommen werden kann.

 

Als vier Monate später die Nachbarn unter uns einzogen, stellten wir fest, dass unsere Wohnung sehr ringhörig ist: Schritte sind hörbar, jedes Mal, wenn sich der Nachbar die Nase putzt oder hustet (was aufgrund einer Erkrankung des Öfteren der Fall ist), müssen wir dies ebenfalls mitanhören. Nach einer erfolgten Planänderung der unteren Wohnung befindet sich neu der Ankleideraum derselben direkt unterhalb unseres Schlafzimmers: Jedes Schrank- und Schubladenöffnen und –schliessen ist bei uns deutlich vernehmbar, ebenfalls das Hantieren in der Küche, obwohl sich diese am anderen Ende unserer Wohnung befindet. Selbst wenn unten der Lichtschalter betätigt wird oder jemand am WC-Papierhalter herumhantiert, bekommen wir dies mit.

 

Mit dem Einsetzen der Heizperiode kam der Paukenschlag in Form des Dröhnens und Vibrierens der Wärmepumpe im technischen Raum unter uns. Das dröhnende und surrende Geräusch, welches in der ganzen Wohnung gehört werden kann, ist vor allem im Schlafzimmer sehr störend und hindert uns am Einschlafen, hinzu kommen vermehrt Kopfschmerzen beim Aufstehen. In der kalten Jahreszeit wird dieses Geräusch beinahe unerträglich, wenn die Heizung praktisch ununterbrochen läuft.

 

Zu erwähnen ist, dass der andere technische Raum der zwei Häuser weiter vorne im Treppenhaus platziert wurde, währenddem derjenige unseres Hauses und des Nachbarhauses direkt unter unserer Wohnung zu liegen kam, obwohl es durchaus auch Platz im Treppenhaus gehabt hätte. So ist unsere Wohnung als einzige von den Lärmemissionen – und dem Elektrosmog – betroffen: Der Elektrohauptverteiler wurde direkt unter unserem Schlafzimmer platziert, was einem Verstoss gegen die NIS-Verordnung entspricht. Infolge dessen ist der gesetzliche Grenzwert an Elektrosmog in diesem Zimmer um ein Mehrfaches überschritten, was ebenfalls im angrenzenden Raum der Fall ist – das einzige Zimmer, wohin wir hätten ausweichen können.

 

Schallmessungen wurden durchgeführt (wobei die verschiedenen Lärmquellen einzeln gemessen wurden, obwohl es wie in unserem Fall des Öfteren zu einer Kumulierung kommt): Bis auf die Türen des Ankleideraums sowie des Schrankes der unteren Wohnung liegen diese in der Toleranz, zum Teil nur sehr knapp. Die Vibration der Wärmepumpe wurde bei der Messung nicht berücksichtigt. Der Autolift tönt bei kaltem Wetter viel lauter, die Messungen wurden jedoch im August vorgenommen. Rechtlich gesehen müssten wir mit den verschiedenen Lärmquellen leben resp. diese akzeptieren – vor allem unser Schlafzimmer verdient in keiner Weise seinen Namen, welcher für uns eher ein Hohn ist.

 

An ein Durchschlafen, geschweige denn an ein Ausschlafen, ist nicht zu denken: Vor allem in der kalten Jahreszeit kommt es praktisch zu einer Dauerbeschallung, wenn das Dröhnen und surrende Geräusch der Heizung allgegenwärtig sind.  Ab dem frühen Morgen kommt der Autolift dazu, danach sind Schritte sowie die Schubladen/Türen der Ankleide unter uns hörbar, bevor sich dann kurz vor 07.00 Uhr die mechanische Lüftung der Autoeinstellhallen hinzugesellt. Im schlimmsten Fall werden wir von vier verschiedenen Geräuschkulissen auf einmal beschallt. Dazu kommen die Auswirkungen des Elektrosmogs wie gestörter Schlaf etc. (welcher alleine schon durch die unterschiedlichen Geräuschkulissen beeinträchtigt wird).

 

Leider ist bis heute, 20 Monate nach dem Einzug, keine von uns gewünschte Sitzung mit der Immobilienfirma, dem Bauleiter sowie dem Architekten zustande gekommen, da der Bauherr, welcher seit Jahr und Tag mit den zwei erst genannten zusammen arbeitet, es ihnen untersagt. Er selbst hat die Zuständigkeit betr. Mängelbehebung den Käufern abgewälzt. Selbst Bemühungen seitens unseres Rechtsbeistandes scheiterten, da alles abgeblockt wird. 

 

Gerne möchten wir die Leser dieses Artikels um ihre Meinung fragen: Hat jemand schon einmal von einer derart belasteten Attika-Eigentumswohnung gehört? Würde jemand von Ihnen eine solche Wohnung akzeptieren? Was halten Sie von der Haltung der Immobilienfirma/des Bauherrn, sämtliche Sitzungen abzublocken?

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Hallo nightmare

Das tut mir leid für euch. Hatte mit meiner Wohnung ähnliche Probleme auch wenn nicht soooo gravierend. Wir haben verkauft und ein Haus gekauft!

Gruss und viel Glück!

fami18

PS: Was hilft, wenn übethaupt erlaubt hiet, nenne die Namen der beteiligten Firmen... :-)...

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Lieber Nightmare

Dass das Gespräch verweigert wird, ist natürlich sehr unschön. Ich kann mir vorstellen, dass einem dann eine Ohnmacht überkommt, da man sich komplett hilflos fühlt. Allerdings gilt es hier anzufügen, dass Schallimmissionen sehr unterschiedlich individuell wahrgenommen werden.

Einfach noch zwei Punkte. Was für Anforderungen wurden vereinbart? Normal- oder erhöhte Anforderungen, wie es im Eigentumswohnungsbau üblich sein sollte? Von wem wurden die Messungen durchgeführt? Ich gehe davon aus, dass es ja ein Parteigutachten ist. Die Frage ist also, stimmen die gemessenen Werte oder ist es ein Gefälligkeitsgutachten?

Ich musste als vom Gericht bestellter Sachverständiger einmal einen solchen Fall beurteilen, bei dem gerechnete und gemessene Werte ziemlich weit auseinander lagen. Die Messungen wurden auf meine Anweisung hin durch die EMPA durchgeführt.

Aber, wie sehen es die anderen Eigentümer? Haben die auch Probleme? Sucht nach Verbündeten. Ihr seid vermutlich nicht die Einzigen. Zusammen seid ihr stärker. Und, wenn alle Stricke reissen, bleibt nur was was Fami18 gemacht hat. Verkauft bevor Eure Gesundheit zu stark darunter leidet.

Alles Gute, Urs

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Hallo nightmare

Das tut mir leid für euch. Hatte mit meiner Wohnung ähnliche Probleme auch wenn nicht soooo gravierend. Wir haben verkauft und ein Haus gekauft!

Gruss und viel Glück!

fami18

PS: Was hilft, wenn übethaupt erlaubt hiet, nenne die Namen der beteiligten Firmen... :-)...

Liebe fami 18

 

Verkaufen kommt für uns nicht in Frage: Wir haben sehr viel Geld (neben Zeit und Energie!) in unsere Wohnung gesteckt, alles – inkl. Lichtschalter und Steckdosen – wurde von uns ausgesucht. Die Möblierung ist komplett neu, zum Teil eigens für die vorhandene Raumgrösse hergestellt worden. Kommt hinzu, dass es sich beim unterhalb des Schlafzimmers platzierten Elektrohauptverteiler um einen Gesetzesverstoss handelt. Die elektromagnetischen Felder müssten zuerst abgeschirmt werden (ist sehr kostenintensiv!), bevor überhaupt verkauft werden dürfte, andernfalls müssten wir eine Anklage riskieren. Und wenn uns ein potenzieller Käufer fragen würde, ob man den Autolift hört in der Wohnung? – Wer würde schon eine solche Wohnung kaufen wollen? Mit den aktuellen Mängeln hat die Wohnung viel an Wert verloren – Geld, das wir bei einem Verkauf abschreiben müssten.

 

Dass der Bauherr sowie die Immobilienfirma nicht einmal für eine Sitzung zu gewinnen sind, ist ein Armutszeugnis. Wir würden uns nicht scheuen, die Namen zu nennen, wollen ihnen jedoch noch eine (letzte) Chance geben.

 

Vielen Dank für das Schreiben – und Glück können wir einen ganzen Haufen gebrauchen!

 

Liebe Grüsse

 

 

nightmare

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das tut mir auch sehr leid.. achtet auf euch. schaut, dass ihr daran nicht kaputt geht..

Liebes miau

 

Vielen Dank für die Anteilnahme. Leider ziehen sich solche Geschichten immer in die Länge – wir versuchen, standhaft zu bleiben!

 

Liebe Grüsse

 

 

nightmare

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Lieber Nightmare

Dass das Gespräch verweigert wird, ist natürlich sehr unschön. Ich kann mir vorstellen, dass einem dann eine Ohnmacht überkommt, da man sich komplett hilflos fühlt. Allerdings gilt es hier anzufügen, dass Schallimmissionen sehr unterschiedlich individuell wahrgenommen werden.

Einfach noch zwei Punkte. Was für Anforderungen wurden vereinbart? Normal- oder erhöhte Anforderungen, wie es im Eigentumswohnungsbau üblich sein sollte? Von wem wurden die Messungen durchgeführt? Ich gehe davon aus, dass es ja ein Parteigutachten ist. Die Frage ist also, stimmen die gemessenen Werte oder ist es ein Gefälligkeitsgutachten?

Ich musste als vom Gericht bestellter Sachverständiger einmal einen solchen Fall beurteilen, bei dem gerechnete und gemessene Werte ziemlich weit auseinander lagen. Die Messungen wurden auf meine Anweisung hin durch die EMPA durchgeführt.

Aber, wie sehen es die anderen Eigentümer? Haben die auch Probleme? Sucht nach Verbündeten. Ihr seid vermutlich nicht die Einzigen. Zusammen seid ihr stärker. Und, wenn alle Stricke reissen, bleibt nur was was Fami18 gemacht hat. Verkauft bevor Eure Gesundheit zu stark darunter leidet.

Alles Gute, Urs

Lieber Urs

 

Die erhöhten Anforderungen gemäss SIA-Norm 181 wurden angeblich bis auf die Dispo-Räume unterhalb unserer Wohnung angewandt. Die Messungen wurden von der Firma Martinelli + Menti durchgeführt. Es handelt sich um ein Parteigutachten, der Bauherr bestimmte jedoch alleine die Gutachter-Firma. Ob die gemessenen Werte der Realität entsprechen, können wir nicht beurteilen. Es ist nur seltsam, dass das erste Gutachten, welches uns erreichte, nicht unterschrieben worden war („ging vergessen“). Selbst nach einer Intervention seitens unseres Rechtsanwaltes dauerte es nochmals zwei Monate, bis wir ein unterschriebenes Exemplar erhielten (angeblich sei dies nicht bis zum Begutachter vorgedrungen). Was uns ebenfalls skeptisch macht ist, dass wir im technischen Raum unter unserer Wohnung, wo sich die WP befindet, Gesprochenes dem Wortlaut nach in unserer Wohnung verstehen können, ebenso hören wir, wenn im Büro unter uns am Schreibtisch hantiert wird – selbst wenn WC-Papier abgerissen wird, wissen wir dies, da das durch den Papierhalter verursachte Geräusch bis nach oben vordringt…

 

Leider ist lediglich unsere Wohnung von insgesamt 21 Wohnungen von den Emissionen betroffen, da wir als einzige den technischen Raum direkt unter uns haben (bei den zuerst errichteten zwei Häusern wurde dieser zwischen den Häusern im Treppenhaus platziert, so dass keine Wohnung direkt darüber resp. darunter liegt) und der Autolift einzig unserer Wohnung anliegt. Andere Käufer der Überbauung mussten jedoch auch einen Anwalt beiziehen, da die Innentüre bei ihrem Gäste-WC gegen den Korridor hin öffnet, da diese auf der falschen Seite angebracht worden war. Der Bauherr wollte sie lediglich mit einem lächerlich kleinen Betrag abspeisen und meinte, er würde den Fall weiter ziehen….  

 

Ein Verkauf der Wohnung unsererseits steht nicht zur Diskussion (s. unsere Antwort bei fami 18).

 

Vielen Dank für das Schreiben und die guten Wünsche.

 

Liebe Grüsse

 

 

nightmare

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Lieber Nightmare

 

... passender Nickname zu Deiner Erzählung...

 

Was Du schreibst, ist derart krass, ich würd' mich hier nie und nimmer auf ein Internetforum für Entscheide abstützen. Sicher kann es Inputs geben. Lass uns darum am weiteren Verlauf teilhaben. Am Liebsten, ohne die Unternehmer kenntlich zu machen - sonst wirst Du das hier irgendwann löschen müssen. (Anwälte können unglaublich schnell sein!)

 

Das einzige, was mir bleibt zu schreiben: Ich hoffe, Du hast nebst einem bewanderten Anwalt auch einen eigenen Experten, um Dich zu beraten. Nicht erst vor Gericht!

 

Viel Erfolg

Haba

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Lieber Nightmare

Ich gebe Haba absolut recht. Wenn die zwei Punkte, gesprochenes Wort und Papierabreissen gehört werden (das eine Luftschall, das andere Körperschall) dann werden die Werte mit grösster anzunehmender Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten. Insbesonders wenn die erhöhten Anforderungen schriftlich vereinbart wurden.

Da solltest Du wirklich Fachleute beiziehen und Dich nicht auf das teilweise unbedarfte Geplapper von Krethi und Blethi abstützen.

Lieber Gruss, Urs

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Lieber Nightmare

 

... passender Nickname zu Deiner Erzählung...

 

Was Du schreibst, ist derart krass, ich würd' mich hier nie und nimmer auf ein Internetforum für Entscheide abstützen. Sicher kann es Inputs geben. Lass uns darum am weiteren Verlauf teilhaben. Am Liebsten, ohne die Unternehmer kenntlich zu machen - sonst wirst Du das hier irgendwann löschen müssen. (Anwälte können unglaublich schnell sein!)

 

Das einzige, was mir bleibt zu schreiben: Ich hoffe, Du hast nebst einem bewanderten Anwalt auch einen eigenen Experten, um Dich zu beraten. Nicht erst vor Gericht!

 

Viel Erfolg

Haba

Liebe/r Haba

 

Wir werden unsere Entscheide betr. weiterem Vorgehen nicht von den Antworten im Forum  abhängig machen. Wir sind vor allem auf Kommentare gespannt und es interessiert uns vor allem, ob schon jemand jemals von einem solch krassen Fall gehört hat (z.B. betr. Lärm: Es wird ja jeweils nur eine einzelne Lärmquelle gemessen und beurteilt – was ist, wie in unserem Fall, wenn diese kumuliert auftreten, was u.a. in unserem „Schlaf“zimmer der Fall ist….?).

 

Vielen Dank für deinen Beitrag.

 

Liebe Grüsse

 

nightmare

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