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nightmare

(Lärm-)belastete Attika-Terrassenwohnung an sehr ruhiger Lage

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Lieber Nightmare

Ich gebe Haba absolut recht. Wenn die zwei Punkte, gesprochenes Wort und Papierabreissen gehört werden (das eine Luftschall, das andere Körperschall) dann werden die Werte mit grösster anzunehmender Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten. Insbesonders wenn die erhöhten Anforderungen schriftlich vereinbart wurden.

Da solltest Du wirklich Fachleute beiziehen und Dich nicht auf das teilweise unbedarfte Geplapper von Krethi und Blethi abstützen.

Lieber Gruss, Urs

Lieber Urs

 

Seit 2006 gelten für neu gebautes Stockwerkeigentum die erhöhten Anforderungen, es sei denn, es steht anders lautend im Vertrag (wie dies bei uns bei den Dispo-Räumen unter unserer Wohnung der Fall ist). Das WC-Papierabreissen selber hört man nicht, sondern das Geräusch, das der Papierhalter dabei verursacht. Ebenso hören wir ganz deutlich, wenn z.B. der Lichtschalter an der Wand betätigt wird. Das ist auch der Grund, weshalb wir kaum glauben können, dass die gemessenen Werte in der Toleranz sein sollen.

 

Fachleute unsererseits wurden bereits beigezogen: - Messung des Elektrosmogs – Schallmessungen – Bauexperte.  

 

Da der Bauherr die Firma für die Schallmessungen selber bestimmte, könnten wir höchstens von dieser Seite her nochmals einen Fachmann zuziehen. Der Bauexperte konnte sich selbst überzeugen, dass das im techn. Raum gesprochene Wort bei uns in der Wohnung hörbar ist, verlässt sich jedoch auf die Werte in der Expertise der Schallmessung. Er hat zumindest noch festgestellt, dass die Brandabschottung nicht vorgenommen wurde…. 

 

Bei uns steht die Frage im Vordergrund, ob es – wenn dies überhaupt möglich ist – noch irgendwo eine Eigentumswohnung gibt, die derart belastet ist. Und wir sind ja nicht einmal mitten im Sandwich, haben wir doch eine Attika-Wohnung…

 

Was wir schlussendlich aus der Situation machen werden, müssen wir selbständig entscheiden – unabhängig von den Kommentaren im Forum.

 

Vielen Dank für dein erneutes Schreiben.

 

Liebe Grüsse

nightmare

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Hoi Nightmare

 

Also bei uns hatten wir ziemlich so was du sagst genau gleich. Wir waren aber im Sandwich 1. Stock. Über uns eine Wohnung unter uns Küchenverkaufs-Showroom. Wir hörten jeden Schritt egal in welche Richtung, Licht-Schalter ein - aus. Ich wusste genau wann der Nachbar das grosse Geschäft machte. Wenn jemand drauss - wohlgemerkt an einer Kantonsstrasse - vorbeigelaufen ist mit High-Heels oder ähnliches hatte ich das Gefühl der oder die läuft durch meine Wohnung durch. Falls jemand draussen auf dem Besucherparkplatz stand und am telefonieren war - wohl gesehen alle Fenster zu! - wusste ich über sein Leben Bescheid.... usw usw usw...

 

Wir haben die EMPA beauftragt - alles selber bezahlt - und alle gemessenen Werte lagen unter der Grenze....d.h. rechtlich gesehen hatten wir keine Chance... darum haben wir uns für den Verkauf entschieden. Der Käufer wusste genau auf was er sich einliess ihn störte es nicht.

 

Wenn bei euch aber - wie du sagst - so gebaut wurde dass gegen gewissen Normen oder Gesetze verstossen wurden, dann klag den Bauherren ein. Dann muss er sich bewegen.

 

Ich wünsche euch viel viel Ausdauer! Und halte uns auf dem laufenden.... Solche Sachen machen mich wüüüüütend! :210:  Ich weiss genau wie du dich fühlst!

 

Gruess

fami18

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Ich würde Euch raten selber einen Bauexperten zu beauftragen. Der Schall ist ein sehr komplexes Thema. Es gibt nur sehr wenige wirklich gute Fachleute auf diesem Gebiet. Die SIA 181 hat nicht nur normativen Charakter, sondern sie ist verbindlich einzuhalten. Deswegen habt Ihr auch gute Chancen Recht zu bekommen. Das die Immobilienfirma nicht mit Euch sprechen will ist ja klar, denn Schallbrücken sanieren kann extrem teuer werden.

Gruss 0815?

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Hoi Nightmare

 

Also bei uns hatten wir ziemlich so was du sagst genau gleich. Wir waren aber im Sandwich 1. Stock. Über uns eine Wohnung unter uns Küchenverkaufs-Showroom. Wir hörten jeden Schritt egal in welche Richtung, Licht-Schalter ein - aus. Ich wusste genau wann der Nachbar das grosse Geschäft machte. Wenn jemand drauss - wohlgemerkt an einer Kantonsstrasse - vorbeigelaufen ist mit High-Heels oder ähnliches hatte ich das Gefühl der oder die läuft durch meine Wohnung durch. Falls jemand draussen auf dem Besucherparkplatz stand und am telefonieren war - wohl gesehen alle Fenster zu! - wusste ich über sein Leben Bescheid.... usw usw usw...

 

Wir haben die EMPA beauftragt - alles selber bezahlt - und alle gemessenen Werte lagen unter der Grenze....d.h. rechtlich gesehen hatten wir keine Chance... darum haben wir uns für den Verkauf entschieden. Der Käufer wusste genau auf was er sich einliess ihn störte es nicht.

 

Wenn bei euch aber - wie du sagst - so gebaut wurde dass gegen gewissen Normen oder Gesetze verstossen wurden, dann klag den Bauherren ein. Dann muss er sich bewegen.

 

Ich wünsche euch viel viel Ausdauer! Und halte uns auf dem laufenden.... Solche Sachen machen mich wüüüüütend! :210:  Ich weiss genau wie du dich fühlst!

 

Gruess

fami18

 

Liebe fami18

 

Danke für euren Beitrag. Wir hoffen, dass ihr mit dem Kauf eures Hauses das grosse Los gezogen habt und glücklich seid. 

 

Laut Bundesverordnung (NIS-Verordnung) dürfen Elektrohauptverteiler nicht in der Nähe des Schlafbereichs eingerichtet werden - in unserem Fall befindet er sich direkt unter unserem Schlafzimmer. Als unser Anwalt dies dem Bauherrn mitteilte und u.a. auch auf die daraus resultierende Problematik mit dem Elektrosmog hinwies (auf sein Anraten hin liessen wir - auf eigene Kosten, da der Bauherr keine Gutachtervereinbarung unterzeichnen wollte - die Werte von einer auf diesem Gebiet spezialisierten Firma messen: Der gesetzliche Grenzwert wurde sowohl im Schlafzimmer als auch im angrenzenden Raum mehrfach überschritten), meinte dieser lediglich, dass Elektrosmog in den Bereich der Fiktion gehört.... Tatsache ist, dass gegen eine Verordnung verstossen wurde - da gibt es nichts zu diskutieren. Und jetzt dürft ihr raten, was der Beruf des Bauherrn ist: Anwalt(!!!). Ihr könnt euch eure eigene Meinung darüber bilden..... Zuerst wollten wir ihn anklagen, doch unser Rechtsbeistand meinte, dass er, der Bauherr, den Fall wohl bis ans Bundesgericht weiter ziehen würde - in der Hoffnung, dass uns die Energie und das Geld ausgehen würde (auch Zermürbungsstrategie oder Ausblutungstaktik genannt). Dieses Spiel machen wir nicht mit.

 

Wie bereits erwähnt war bis anhin auch die involvierte Immobilienfirma sowie der Bauleiter nicht zu einer Sitzung zu bewegen, wo alles hätte vorgebracht werden können. Auch wenn sie angeblich vom Bauherrn "zurück gepfiffen" wurden (bereits vereinbarte Sitzung wurde am Sitzungstag selber abgesagt), wären sie trotzdem alt genug, um selbständig Entscheidungen treffen zu können. Wie bereits einmal erwähnt, der Bauherr arbeitet seit Jahr und Tag mit dieser Immobilienfirma - und dem Bauleiter - zusammen.....

 

Wir bleiben am Ball - und werden euch auf dem Laufenden halten.

 

Liebe Grüsse

 

 

nightmare

bearbeitet von nightmare

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So wie du schreibst weisst du ja schon genau, was du tun musst.

Vor Gericht läuft das auf ein Ping-Pong hinaus: Gutachten, Gegengutachten ... bis der Richter ein Gutachten eines amtlich vereidigten SV anfordert. Das bezahlt dann der, der unterliegt.

Der Unterlegene kann den Fall weiterziehen, dann fängts wieder von vorne an. Ein BG-Urteil würde, wenn es denn in deinem Sinne wäre, Abhilfe schaffen.

 

Was du tun kannst: Wenn du viel Geld und Nerven hast und beides verlieren keine Drohung ist, dann klage. Aber nur das, womit du sicher durchkommst. Kommts zu einem Vergleich, bleibt jeder auf seinen Anwalts- und Gutachterkosten sitzen. Allgemeinrundumschläge führen ziemlich sicher zu einem Vergleich.

Ein Gerät, das den Lärm misst und mit Uhrzeit protokolliert, könnte helfen, denn mit einem Lärmprotokoll könnte man mindestens verlangen, dass die Messungen nicht im Sommer in den Ferien stattfinden, wenn nichts heizt und keiner da ist, der Lärm machen könnte.

 

Vielleicht ist verkaufen eben doch nicht so eine dumme Idee, die handgefertigten Spezialsteckdosen (wer braucht denn sowas ...) kannst du ja gegen gewöhnliche austauschen lassen und mitnehmen.

Das Geld ist vermutlich weg, egal ob du klagst oder umziehst, aber beim Umziehen ist wenigstens die Wohnung nachher eine andere.

bearbeitet von emil17

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Hallo Nightmare

 

Was hättest Du denn eigentlich besser machen können mit der Weisheit,  welche Du inzwischen erlangt hast?

 

Anyway, bei solchen Bauherren (Verkäufern) frage ich mich, ob die ihre Opfer bei der Auswahl  gezielt nach Merkmalen, welche auf eine gemütsartige Harmlosigkeit hindeuten wählen...Oder anders gesagt, jemandem, der wie Dolph Lundgren aussieht :144: , würden sie die Wohnung nie verkaufen.

 

Gruss         Altbaumieter 

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Ich würde Euch raten selber einen Bauexperten zu beauftragen. Der Schall ist ein sehr komplexes Thema. Es gibt nur sehr wenige wirklich gute Fachleute auf diesem Gebiet. Die SIA 181 hat nicht nur normativen Charakter, sondern sie ist verbindlich einzuhalten. Deswegen habt Ihr auch gute Chancen Recht zu bekommen. Das die Immobilienfirma nicht mit Euch sprechen will ist ja klar, denn Schallbrücken sanieren kann extrem teuer werden.

Gruss 0815?

 

Lieber 0815?

 

Vielen Dank für deinen Beitrag. Die Sanierung der Schallbrücken wäre das eine, die Abschirmung der elektromagnetischen Felder das andere (ebenfalls sehr kostenintensiv!).

 

Unsere Wohnung war die letzte, welche erstellt wurde: In dieser Zeit wurden auch tagsüber Minustemperaturen gemessen - ein Baustopp erfolgte nicht. Weihnachten und damit auch die Feiertage standen vor der Türe. Als wir nach Weihnachten vor Ort waren und sahen, wie gemauert worden war, verschlug es uns die Sprache. Der Bauleiter meinte, unsere Wohnung wäre "hingehauen" (seine Worte!) worden. Der Autolift, welcher unserem Schlafzimmer anliegt und den wir in der ganzen Wohnung hören, wurde zur gleichen Zeit errichtet.

 

Nach einer Planänderung der unteren Wohnung entstand u.a. unter unserem Schlafzimmer anstelle eines Büros ein Ankleideraum, der dazugehörige Schrank verbindet sowohl den Fussboden mit der Decke als auch die zwei Seitenwände - da wir sämtliche Schubladen sowie die Schiebetüren bei uns oben hören, bezweifeln wir, dass die Verbindungsstellen schallisoliert worden sind.

 

Wir hatten zwar schon zwei Bauexperten bei uns - einer davon kannte jedoch den Bauherrn.... Du hast wohl recht, vielleicht würde es sich lohnen, erneut einen Experten zu beauftragen.

 

Liebe Grüsse

 

 

nightmare

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So wie du schreibst weisst du ja schon genau, was du tun musst.

Vor Gericht läuft das auf ein Ping-Pong hinaus: Gutachten, Gegengutachten ... bis der Richter ein Gutachten eines amtlich vereidigten SV anfordert. Das bezahlt dann der, der unterliegt.

Der Unterlegene kann den Fall weiterziehen, dann fängts wieder von vorne an. Ein BG-Urteil würde, wenn es denn in deinem Sinne wäre, Abhilfe schaffen.

 

Was du tun kannst: Wenn du viel Geld und Nerven hast und beides verlieren keine Drohung ist, dann klage. Aber nur das, womit du sicher durchkommst. Kommts zu einem Vergleich, bleibt jeder auf seinen Anwalts- und Gutachterkosten sitzen. Allgemeinrundumschläge führen ziemlich sicher zu einem Vergleich.

Ein Gerät, das den Lärm misst und mit Uhrzeit protokolliert, könnte helfen, denn mit einem Lärmprotokoll könnte man mindestens verlangen, dass die Messungen nicht im Sommer in den Ferien stattfinden, wenn nichts heizt und keiner da ist, der Lärm machen könnte.

 

Vielleicht ist verkaufen eben doch nicht so eine dumme Idee, die handgefertigten Spezialsteckdosen (wer braucht denn sowas ...) kannst du ja gegen gewöhnliche austauschen lassen und mitnehmen.

Das Geld ist vermutlich weg, egal ob du klagst oder umziehst, aber beim Umziehen ist wenigstens die Wohnung nachher eine andere.

 

Lieber emil17

 

Danke für deinen Beitrag. Wie bereits gesagt werden wir keine Anklage erheben, da wir das von dir beschriebene Spiel nicht mitmachen werden.

 

Bei der Schallmessung der Heizung spielt es keine Rolle, in welcher Jahreszeit diese vorgenommen wird, da diese, falls sie nicht laufen sollte, in Betrieb gesetzt werden muss. Beim Autolift sieht es wohl anders aus, denn dieser ist den Aussentemperaturen ausgesetzt, dies ist wohl auch ein Grund dafür, dass er im Winter lauter tönt.

 

Von "handgefertigten Spezialsteckdosen" war nie die Rede - wir haben lediglich Modelle ausgesucht, welche uns vom Design her zusagten.

 

Liebe Grüsse

 

nightmare

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Hallo Nightmare

 

Was hättest Du denn eigentlich besser machen können mit der Weisheit,  welche Du inzwischen erlangt hast?

 

Anyway, bei solchen Bauherren (Verkäufern) frage ich mich, ob die ihre Opfer bei der Auswahl  gezielt nach Merkmalen, welche auf eine gemütsartige Harmlosigkeit hindeuten wählen...Oder anders gesagt, jemandem, der wie Dolph Lundgren aussieht :144: , würden sie die Wohnung nie verkaufen.

 

Gruss         Altbaumieter 

 

Lieber Altbaumieter

 

Besten Dank für deinen Beitrag! Die haben uns ohne Reisszähne und ausgefahrene Krallen kennen gelernt - magst wohl recht haben mit deiner Aussage. Lediglich auf das Aussehen zu schliessen ist jedoch gefährlich - klein beigeben ist nicht unser Ding!

 

Liebe Grüsse

 

nightmare 

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