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Unser Haus wird (im 2018) in Holzbauweise gebaut und GEAK A/A erfüllen. Die GEAK Berechnung wurde eingereicht und eine entsprechende kantonale Förderung bestätigt. Bei Projektbeginn haben wir uns für GEAK A/A und gegen Minergie P entschieden, weil der Berechnungs- und Nachweisaufwand beim Minergie viel grösser sei als beim GEAK (bei gleichem energetischen Standard) und weil mir Minergie aus diversen Gründen nicht sympatisch ist. Was genau möchtest du wissen?

 

Ich habe schon oft gehört, ein Haus sei Minergie Standard aber nicht zertifiziert. Ich vermute bei 80% der solchen Bauten wäre der Nachweis negativ...

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 Lieber Wiwin

  • Eine Baubewilligung ist immer der erste Etappensieg. Siehe diese als solchen an und freue Dich daran! Es hätte ja durchaus auch eine Verweigerung geben können. Das wäre dann wirklich ein Frust gewesen für Dich als Bauherrn aber vor allem auch für Deinen Architekten. Dass sich die Verwaltung und die Behörden oft in Kern- oder Dorfzonen profilieren wollen, ist eine leidige Alltagserscheinung, welche mich auch schon hie und da zur Weissglut gebracht hat. In Ortsbildkommissionen sitzen oft Berufskollegen, welche ein gewisses Geltungsbedürfnis haben, weil sie selber kaum was Brauchbares zu Stande bringen. (Vorbehalt: Kenne diejenige von Uster nicht....! 8))
  • Der Gebäudecheck ist heute Standard für Altbauten. Lass Dich nicht täuschen. Möglicherweise wurde ja seit 1918 auch einmal renoviert oder umgebaut. Die Kosten für die Entsorgung von Plattenbelägen, Fensterkitten, Kunststoff-Bodenbelägen welche alle Asbest enthalten können oder PCB-haltigen Bauteilen können erfahrungsgemäss schnell einmal mit CHF 10'000 zu Buche schlagen.
  • Bezüglich der Materialisierung kann ich Dich insofern beruhigen, dass eben gerade mineralische Putze deutlich weniger zu Algenbefall neigen, als organische Putze. Von daher wäre es sogar etwas Sinnvolles, was die Stadt Uster da verlangt. Zugegebenrmassen ist Ersterer leicht teurer als der zweit Genannte, aber zusammen mit Eurem Vordach werdet Ihr dafür eine Fassade kriegen, welche Euch 20 Jahre lang Freude macht. Nebenbei, zu dunkle Farben sind wegen der Hitzeabsorption eher weniger empfehlenswert.
  • Glasgeländer.... ein Kapitel für sich, aber eben in Kernzoen ein No Go in vielen Gemeinden. Je nachdem was für einen Typ Glasgeländer Du vorgesehen hast, sparst Du dadurch aber einiges an Geld (möglichweise dasjenige welches Du nun für die Schadstoffsanierung mehr auszugeben hattest).
  • Denk daran, dass Du die Ziegelleiste oder das Ortbrett mit einem matten Blech einkleidest. Auch das wirst Du Dir später danken, wenn andere Unterhalt machen und Du eben metallisch geschützt nichts machen musst. Ortgangziegel sind halt wirklich ortfremd in Kern- und Dorfzonen.
  • Als Minergie-Fachpartner staune ich immer wieder, dass obwohl Minergie nun 20 Jahre alt (!!!) ist, des öftern bei Laien wie Planern teils falsche Vorstellungen darüber existieren. Aber das ist wieder ein anderes Kapitel.... Logisch für mich ist Minergie das, was wir heute als Minimum machen sollten. Und eben, die ZKB belohnt dies auch. In Eurem Fall mit CHF 8'000. Klar sind die Mehrkosten für Minergie höher. Aber der höhere Wohnkomfort und die tieferen Betriebskosten rechtfertigen diese insgesamt kleinen Mehrkosten allemal!
  • Lasst Euch von kleinen Rückschlägen nicht madig machen und schreitet Euren Weg weiter voran! "Steter Tropfen höhlt den Stein". Das gilt bei uns in der Baubranche ganz besonders.

ich wünsche Euch viel Erfolg bei Eurem Bauvorhaben, keine Rekurse und eine baldige Baufreigabe. :-D

 

Urs Tischhauser

 

 

 

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@Urs Tischhauser Vielen Dank für die netten Worte. Wir haben für den Abbruch mal 30' gerechnet und nochmals 10' für allfällige Altlasten-Entsorgungen. Das die Überprüfen/Tests noch 3'000 kostet hat mich erstaunt, aber es muss einfach sein, ich verstehe schon, dass so Proben teuer sind. Danke für die Info in Bezug auf den mineralischen Putz, der Haushersteller des Hauses hat keine Erfahrung damit und daher würde er keine Garantie gewähren. Da mineralischer Putz weniger elastisch ist, könnte er rissanfälliger sein auf Putzträgerplatten. (so liess ich mir als Laie sagen :)) Wir müssen jetzt bei der Stadt ein Wiedererwägungsgesuch stellen, organischer Putz und doch nicht mineralisch. Danke für den Tipp mit der Ortgangverkleidung aus Blech, ich hoffe dass "gefällt", aber irgendeinen Schutz müssen sie mir ja wohl gewähren.

Leider wurde eine vertikale Fassadenteilung abgelehnt, es hätte mir persönlich sehr gut gefallen. Ein kleiner Sockel von ca. 40 cm wäre bewillicht worden. Komplett Holz (Scheunenoptik) wäre begrüsst worden von der Kommission, aber wäre wiederum Wartungsintenisver und kostspieliger in der Herstellung. Daher der gute alte Putz, ist absolut ok, kann gut damit leben.

 

Bleibe am Ball, wie Du sagst steter Tropfen...lerne stetig viel dazu und bleibe interessiert am Ball bei jeder Etappe, auch dank diesem Forum. Vielen Dank und ein schönes Weekend!

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Lieber Winwin

 

Scheinbar ist "Scheunenoptik" in Uster angesagt. Aber "Stalloptik", das heisst Sockelgeschoss gemauert und verputzt und darüber Holz mit einer stehenden Schalung z.B. mit Deckleisten geht dann nicht :mad:. Aber es hatte ja vermutlich nicht nur Scheunen in Uster, sondern auch Ställe. Bring das mal in die Diskussion ein....

 

Nun gut, in meinem höheren Alter weiss ich, dass ich nicht immer alles verstehen muss im Leben! sonst hätte ich mich schon x-mal von einer Brücke stürzen müssen :-D

 

Dir auch ein schönes Wochenende, Urs

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