p00l

Teures KNX - Was sind die Alternativen?

99 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen

 

Habe heute die Offerte vom Elektriker erhalten - ich wusste ja bereits das es teuer ist aber wenn man die Richtofferte von 40'000 so schön schwarz auf weiss kriegt, hauts einem gleich nochmals aus den Socken. Da drängt sich auch gleich die Frage auf, was man dann als Alternative nehmen soll?

 

Was wir uns vorstellen?

 

- Storen automatisieren

- Generelle Heizregelung (Wärmepumpe an Wetterstation anbinden)

- Lichtsteuerung

- Szenen (Licht, Storen, etc)

- per iphone/ipad steuerbar

 

Eigentlich nichts wildes, will aber trotzdem möglichts flexibel bleiben, falls später noch weitere wünsche hinzu kämen.

 

Vielleicht gibts ja einige unter euch die auch an diesem Punkt waren und sich heute bereits für eine Alternative entschieden haben und mir Tipps / Empfehlungen abgeben können?

 

Vielen Dank

p00l

 

 

Gesendet von iPhone mit der HausGartenLeben.ch Mobile App

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sind das 40'000.- für "KNX-Installation ausgehend von bestehender konventioneller Elektroinstallation" oder "Gesamtkosten Elektroinstallation inkl. KNX bei einem Neubau"?

 

Falls ersteres, hätte ich spontan empfohlen eine Offerte von einem KNX-Integrator einholen zu lassen. Dabei kommt es aber auch stark darauf an, wie das bestehenden Elektrorohrsystem ausschaut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

40'000 für KNX Installation bei Errichtung Neubau EFH. Habe es mir als Optionale Kosten angeben lassen und in der Offerte wird dies als Richtpreis angegeben (Anteil Material: 12'000).


Gesendet von iPhone mit der HausGartenLeben.ch Mobile App

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn es sich nur um den "Aufpreis" handelt, dann ebenfalls Offerte von einem KNX-Integrator einholen (oder mehrere, auch da gibt es wohl verschiedene Arten von Firmen). Kann leider keine konkrete Empfehlungen abgeben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die 40'000.- zu hoch angesetzt sind. Auch wenn man natürlich genauer wissen müsste, was wie viel etc., aber das wird dich ein guter Integrator dann auch fragen, bevor er dir eine Zahl nennt.

 

Falls Loxone auch in Frage kommt: Ich hatte mal (leider nur bis zur Offerte, wir werden vorerst eine konventionelle Installation haben) mit Egger Enertech zu tun und hatte einen sehr guten Eindruck, sehr kompetent (sind auch Gold-Partner).

 

Preislich ist Loxone/KNX etwa in der gleichen Grössenordnung. Bei Loxone gibt es halt nur Loxone (Produkthersteller), bei KNX hast du diverse Hersteller und dadurch auch Preisdifferenzen bei gleicher Funktionalität, je nachdem welche Produkte dir der KNX-Integrator in die Offerte nimmt (ABB vs. MDT z.B. - und ja, die Schweizer/Schweden sind teurer ;-)). Bei Loxone sind also bei gleicher Funktionalität nur die Integrationskosten variabel, da ist ein Gold-Partner wahrscheinlich i.d.R. teurer (aber tendenziell auch professioneller/zuverlässiger/erfahrener) als ein Silber-Partner.

 

Nicht zu vergessen allerdings, dass in jedem Fall noch ein Mehrpreis vom Elektriker dazu kommt (zusätzliche Rohre, evtl. Koordination mit Integrator, ...)

bearbeitet von f5b7
Weitere Infos zu Loxone und Kosten
p00l gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Danke für die Tipps! Ich werde mich sicherlich auch mal bei Loxone informieren. Wirst du später nachrüsten, wenn du vorerst mit konventioneller Installation startest?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wir haben ein paar tausend Fränkli für Leerrohre liegen lassen, daher ja, das ist der Plan. Wann und wie ist noch nicht klar.

 

Sehr wahrscheinlich werde ich mich selbst mal ein wenig damit versuchen. Resp. für gewisse Arbeiten muss dann ein Elektriker vorbei kommen (von Gesetzes wegen), aber mindestens alles was mit Software/Konfiguration zu tun hat werde ich sicher selbst in die Hand nehmen, weil es mir Spass macht und ich es auch darf (im Gegensatz zur Hardware-Seite, das würde mir auch Spass machen, aber.. siehe anderer Thread).

 

KNX, Loxone und FHEM werde ich mir genauer anschauen. Letzteres eigentlich nur, weil es da ein Home-Connect-Modul gibt und wir 4 Geräte mit Home Connect haben (WM/TU/BO/ST). Direkt mit KNX/Loxone wird es wohl schwieriger diese zu integrieren - höchstens evtl. noch via IFTTT, damit kann man HC-Geräte anscheinend auch steuern, laut dieser "Partner"-Liste.

p00l gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo p00I

Ich bin neu hier im Forum, und wurde von meiner Freundin/Bauherrin dazu genötigt;), mich endlich einmal am Forum zu beteiligen.

Ich habe die Elektroplanung mit Automation mehrfach berechnet, und angepasst. Somit kann ich recht genaue Zahlen und Vergleiche nennen.

Zum besseren Vergleich unsere groben Objektdaten.

-Einfamilienhaus ebenerdig mit Einliegerwohnung im UG

- EG ca 200m2 4.5Zimmer 12 Fenster/13 Storen+Garage

- UG Wohnung 85m2 3.5 Zimmer 4 Fenster 5 Storen der Rest Keller und Technikraum

Automatisiert/überwacht wird:

-alle Storen wetterabhängig/Sonnenstandabhängig

-Beleuchtung/ Szenarien

-Heizung Einzelraum

-Kontrollierte Wohnraumlüftung OG und UG extra

-Bewässerung

-Wohnungseingänge Zugang Keyless mit SIP Sprechanlage OG-UG

- alle Wohnräume und Garage Überwachung/Steuerung mit Bewegungs/Präsenzmelder

-alle Fenster, Wohnungseingangstüren und Nebeneingang Garage offen/zu/Alarm

-Überwachung/Infos zu Trockner/Waschmaschine Herd, Backofen, Steamer usw.

 

Wir kamen zum Entschluss, alles via Loxone zu realisieren. Dass die Kosten identisch wie bei KNX sind kann ich nicht bestätigen. Wir haben es so weit getrieben, dass die Automation mit Loxone sogar günstiger war, als alles konventionell zu betreiben. Der Mehrpreis bei KNX wäre um die 20000SFr gelegen. (Viele Aktoren, bei uns aufwendigere Verkabelung, teilweise abnorme Produktpreise „Pseudoabsprachen unter Stromern ???“)

Der Gesamtpreis liegt bei 43000Sfr. Incl. CAT7 Netzwerk (7 Räume). Loxone Programmierung wird allerdings selbst gemacht.

Dass es günstiger wird, liegt vor allem daran, dass wir die Automation konsequent mit der „konventionellen“ Elektrik zusammengeplant haben. Die grösste „Einsparung“ bringt die Treefunktion von Loxone. Da wir zb. Fenstersensoren sternförmig im Raum zusammengeführt haben, braucht es von diesem Punkt aus nur noch ein Netzwerkkabel zum Treemodul beim Miniserver im Technikraum. Das macht bei uns nur im Wohnzimmer rund 300m weniger Kabel/Leerrohre und macht wesentlich weniger Verlegeaufwand.

Weiter ist die Verwendung von Bewegungsmelder mit Treefunktion eine erhebliche Ersparnis (50%) gegenüber konventionell). Ich kann sie irgendwo in den Bus einbinden, z.B. am Bus der Treespots.

Die Treespots sind in weiss ca 30% günstiger als die konvertionelle Offerte mit GU10. Die Treespots werden mit 24V betrieben. Um den DC Verlust zu vermeiden haben wir jeweils ein 1.5 Kabel 230V zu den Beleuchtungsgruppen gelegt. Erst dort kommt dann das 24 V DC Netzteil, welches die Spots mit Strom versorgen. Steuern kann man via Tree jede Lampe einzeln oder in einer oder mehrere zuvor definierten Gruppen. Auch dort braucht man zu jeder Lampe nur 2 Buskabel (konsequenterweise CAT7) Es gibt die Treespots auch als RGBW. Diese werden gleich angeschlossen, und können natürlich auch mit den „normalen“gemischt werden.

Ebenfalls eine grosse Ersparnis waren die Schalter. Hier wieder als Beispiel der Wohnraum im OG.

Konventionell: min 3 Dimmer/Schalter, 5 Storenschalter, Temperatur, Luftfeuchte (Feller Edizio) ~700Sfr.+ aufwendige Verkabelung

Loxone Tree : 3 Touch Tree . Bei einfacher Steuerung ohne die möglichen Mehrfachfunktionen. 3xDimmung,6x Storen inc. Temp und Luftfeuchte. ~240Sfr. Es geht auch mit weniger, je nach dem was man möchte. Man hat ja auch noch ein Tablet, Smartphone (Apple, Android), PC usw. Verkabelung für alles 1 CAT7 Kabel, plus natürlich Strom für die Steckdosen.

Da die Storen mit 230V betrieben werden, sind diese Zuleitungen direkt via Reihenklemmen an das Tableau geführt. Dort werden diese dann mit dem Loxone Relais Modul verbunden, welches mit dem Miniserver gesteuert wird.

Für die Badezimmer und Hauswirtschaftsräume haben wir extra Feuchtesensoren geplant, da vermutlich die im TouchTree zu träge sind.

Heizung:

Für die Heizung gibt es ebenfalls Stellantriebe für den Tree. Auch dort, zum Heizverteiler 1 Netzwerkkabel für die 24V und die Steuerung, aller Stellantriebe.

 Auf was wir geachtet haben ist, dass zu den Inseln und Schaltern grössere Leerrohre verbaut werden. Dies lässt im äussersten Notfall die Möglichkeit offen anders zu verkabeln. Wenn es sein muss auch konventionell. Aber notfalls gibt es ja auch noch eine Siemens S7 und auch KNX, oder dann irgendwann den IOT Standard, mit der sich das dann auch lösen lässt.

Mit etwas Geschick kannst/darfst du bis auf die Storenanschlüsse alles selbst machen, da alles mit max mit 24V DC betrieben wird.

Es gibt im Notfall auch noch Module für was weiss ich was. Da musst du dann nachsehen, oder im Einzelfall fragen.

 

Ich hoffe es gibt dir einen Überblick

 

Gruss Pit

 

bearbeitet von pitw
p00l gefällt das

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

12kCHF für die KNX Komponenten ist zwar eher viel, aber es fehlen einige Infos um das ganze beurteilen zu können. Wieviele Taster, PM, BWM, Sensoren sind eingeplant? Alles von Feller und Griesser, oder auch günstigere Hersteller wie MDT/ABB?

 

Einsparen und später oder selber nachrüsten könntest du die Visualisierung (iPad Steuerung etc), die Steuerung der Heizung, die Wetterstation, die Fensterkontakte. Entscheidend ist am Anfang nur dass die Taster als KNX ausgeführt wird und das Licht und die Storen über KNX Aktoren gesteuert werden. Wenn an den richtigen Stellen gezielt einige Leerrohre oder schon KNX Kabel vorgesehen werden, können alle anderen Dinge später noch gemacht werden, und du musst trotzdem nicht auf einen proprietären Bus wählen. Wichtig ist aber sicher dass du einen Elektriker oder SI findest der dich in dieser Sache unterstützt. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@pitw und@milhouse- vielen dank für die ausführlichen details!

Falls ich mich für Loxone entscheide, muss ich mir separat eine Elektriker suchen, der sich damit auskennt. Wir bauen mit GU und der Elektriker ist vorgegeben - allerdings bietet dieser eben KNX mit Feller oder eine hausinterne Lösung mit Eaton Komponenten an. Die gesamte Elektroplanung wurde schon gemacht, aber noch nicht definitv durch uns abgesegnet. Es sind also immernoch Äbderungen machbar.

Nächste Woche gehts mit der Bodenplatte unseres EFH los.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Ich kann/möchte für die Automatisierung heute ca. 10'000 investieren und später dann erweitern. Unser Elektriker meinte, dass für KNX bereits die Vorbereitung für eine spätere Komplett-Installation sehr preisintensiv sei.

Ich habe mir überlegt, allenfalls mit den bestehenden Elektroplänen zu einem Loxone Partner zu gehen und dort die Pläne prüfen lassen, um unser EFH auf Loxone "vorzubereiten"?


Gesendet von iPhone mit der HausGartenLeben.ch Mobile App

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
    • 12 Posts
    • 3882 Views
    • 1 Posts
    • 1226 Views
    • Gast Unregistriert
    • Gast Unregistriert