13 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen

Wir haben letztes Jahr mit dem Neubau unseres EFH den Sitzplatz mit BPC Dielen verlegt. (BPC Belgiardina) (gleiches Material wie WPC jedoch statt Holz aus Bambus-Fasern)

Wenn wir auf dem Sitzplatz herumlaufen und danach einander anfassen, den Griff der Fenstertüre oder Alluminiumgeländer anfassen, erhalten wir einen elektrisch Schlag. Dies kommt immer vor wenn wir in Socken, mit Turnschuhen mit flacher Sohle oder Hausschuhe herumlaufen. Vom Wetter her trifft dies am meisten auf wenn es sonnig ist und eher trocken (bei nassem Wetter sind wir ja nicht auf dem Sitzplatz). Mit Barfuss trifft dies nicht oder nur in einem sehr geringen Rahmen auf.

Im Anhang habe ich einige Fotos der Montage des Profils (aus dem gleichen Material sowie Alluminium) auf dem Sickerbeton angefügt, wie die Dielen montiert wurden und wie der Sitzplatz fertig aussieht.

Hatten Sie dieses Problem auch bereits bei einigen Sitzplätzen oder sehen Sie gerade auf den Bildern der Unterkonstruktion, dass etwas noch fehlt oder falsch verlegt worden ist?!

 

Ich als Laie würde behaupten dass eine Erdung des Sitzplatzes dieses Problem lösen würde, weiss jedoch nicht wie dies im Detail aussehen würde.

 

Vielleicht habt ihr ja einige Tipps oder Ratschläge wie wir dieses Problem lösen und beseiten können.

Danke bereits im Voraus für eure Tipps

 

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Hallo,

Dass ist natürlich ärgerlich, aber auch nicht ganz ungewöhnlich. Mit dem erden zum ableiten liegst du sicher richtig. Konstruktionsbedingt aber auch nicht einfach. Die Aluprofille am Rand, stellen diese eine durchgängige Verbindung mit den Längsprofilen her?

Dann kannst du als erstes versuchen eine Verbindung (Kupferseil mind. 4.0 quadrat ) vom Randprofil zum Geländer herzustellen. Ggf. muss du dies an mehreren anderen Stellen machen. Evt. musst du vordere Reihe herausnehmen, um verdeckt einen oder mehrere Erdnägel einzubringen, um dort das Erdungsband anzubringen. Dies sollte die Ableitung über die gesamte Fläche zu gewährleisten. 

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Hallo pitw,

 

Danke für deine schnelle Antwort, wow!

Als Abschluss haben wir einen feuerverzinkten Stahlprofil punktuell einbetoniert, danach wurde das Sickerbeton eingetragen. Die Unterkontruktion (Längsprofilen) sind nicht oder nur teilweise mit dem Stahlprofil verbunden.

Meinst du, dass das Glasgeländer das Problem ist? Ich glaube kaum, weil auch bei den Fenstertürrahmen (Alluminium) bekommen wir einen elektrischen Schlag sowie auch wenn wir einander leicht anfassen... Vom Abschlussprofil bis zum Pfosten des Glasgeländers ist nähmlich auch ein Profil gesetzt, verbunden ist dieser jedoch nicht.

Ich bin der Meinung dass die Reibung auf der Oberfläche für die statische Aufladung verantwortlich ist. Doch wie soll ich die Aufladung nach unten leiten? Die Dielen sind ja mit Klips (ich glaube Metallklips) mit der Unterkonstruktion verbunden. Die Unterkonstruktion ist soweit ich weiss auch mit BPC-Balken verlegt, ausser beim Glasgeländer mit Alluminium. Irgendwie muss die Aufladung ja nach unten geleitet werden...

 

Danke für eure weiteren Tipps und Ratschläge.

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Geschrieben (bearbeitet)

vor 40 Minuten schrieb mans15:

Meinst du, dass das Glasgeländer das Problem ist?

Nein, aber du musst zwischen der Terrasse und dem Geländer oder Fenstertürrahmen das gleiche Potenzial haben damit du keine gewischt bekommst.

Das Geländer gibt sein Potenzial vermutlich über die Betonarmirung ab, das Fenster über das Gebäude, welches ja geerdet ist.

Deine Terrasse hat keine Möglichkeit sein Potenzial abzuleiten, da sie auf Kies oder Folie aufliegt.

Heisst du bist dann energetisch geladen, und beim Berühren schliesst du den Stromkreis gegen Erde.

Wenn du das Potential der Terrasse abgeleitet bekommst, sollte das Problem gelöst sein. Ob es immer funktioniert hängt sicher davon ab, wie viel Energie von den Balken, über die Befestigungsclips, auf die Unterkonstruktion auf die Erde abgeleitet wird. Ich weiss nur, dass für Laminat extra Trittschalldämmungen gibt um das Potential  abzuleiten. Warum sollte es bei deiner Konstruktion nicht auch funktionieren. Der Strom ist ja nicht lokal an einer Stelle, sondern verteilt.

Und ja, natürlich kommt es von der Reibung auf der Oberfläche. Bei über 50% Luftfeuchtigkeit sollte das Problem nicht vorliegen. Da Strom immer den geringsten Widerstand wählt, reicht oft z.B die Restfeuchte in der Luft, um den Strom dann kontrolliert über die "Erdnägel" abzuleiten. Ich würde zum Testen an der Terrassentür einmal ein Kabel mit Klebeband an ein Aluelement des Rahmens anbringen und mit der Unterkonstruktion verbinden. Kannst es aber auch am Balkongeländer testen ist vielleicht etwas einfacher.

bearbeitet von pitw

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Ich habe noch ein paar Überlegungen gemacht wie eine Mögliche Lösung aussehen würde. Was meinst du, was würde am besten diesen Potenzialausgleich bewirken?

 

Variante grün:

Von der Hauptverteilung haben wir einen Leerrohr bis zum Sitzplatz vorne eingesetzt, die Idee wäre eine Erdung des Sitzplatzes mit dem Potenzialausgleich des Haus herzustellen. Zuerst das Stahlprofil erden, dann eine Verbindung zum Querbalken der Unterkonstruktion, dies bei jedem 4. Balken wiederholen bis am ende des Platzes.

 

Variante rot:

Wir graben einen Loch vor dem Stahlprofil und setzen dort z.B. 2 Erdungsanker in der Erde, diese Verbinden wir dann mit dem Stahlprofil, vom Stahlprofil dann zusätzlich auf einige Querbalken der Unterkonstruktion verbinden. Vielleicht reicht ja auch nur die Erdung des Stahlprofils?

 

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vor 9 Stunden schrieb pitw:

Ich weiss nur, dass für Laminat extra Trittschalldämmungen gibt um das Potential  abzuleiten. Warum sollte es bei deiner Konstruktion nicht auch funktionieren.

Bei über 50% Luftfeuchtigkeit sollte das Problem nicht vorliegen.

Diese Trittschalldämmung habe ich auch gestern noch gefunden:

Gummi-Pads.jpg.eaf58dfe7a79a472afe34d1a27df1fe9.jpg

Diese hat der Verleger sicher nicht unter den Dielen gesetzt, somit müsste er alle Dielen nochmals entfernen und diese nachrüsten.

Du hast Recht, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt dann tritt das Problem auch nicht oder nur gering auf.

 

stedo gefällt das

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Beides geht

Aber du hast recht, ich würde auch zuerst den Stahlrahmen erden, vielleicht reicht es wirklich. Die Erdspiesse sollten aber nicht eingegraben werden, sondern eingeschlagen. Ich würde es auch mit einem versuchen. (Deine "Gemälde" linke Ecke). Du kannst dazu auch z.B eine 1000mm M20 Gewindestange aus Edelstahl nehmen. Einfach mal bei einem Schlosser vorbeischauen und fragen, was er so "übrig" hat. Ist ja unter der Erde, braucht also keinen Schönheitspreis. Wenn es 800mm sind, und M16 ist, sollte es auch gut sein.

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Wir haben jetzt einige Versuche mit der Erdung durchgeführt. Hier unten unsere Tests:

 

Tests:

1. Wir haben einen Erdungspfahl in der Erde eingeschlagen und dieser mit zwei Klemmen an den Stahlrahmen verbunden. (Siehe Bild, Pfahl war jedoch bis unten eingeschlagen...) -> Effekt immer noch gleich.

IMG_3252.thumb.JPG.fd1622aae416dcf3ea66b6fd7f3e7f33.JPG

 

2. Erdung vom Pfahl bis Stahlramen, dann zusätzlich vom Stahlrahmen bis zum Glasgeländer -> Effekt immer noch Stromschlag am Glasgeländer und auch am Fenstertürrahmen.

 

3. Beim Stück wo die Unterkonstruktion aus Alluminium besteht haben wir die Unterkonstruktion mit dem Glasgeländer mittels Erdungskabel mit Klemmen verbunden -> Effekt immer noch Stromschlag am Glasgeländer (jetzt war alles auf dem gleichen Potenzial)

 

Unsere Feststellungen:

1. Wir haben die Tests mit Socken gemacht und bekamen immer am Fuss einen Schlag. Komischerweise bekamen wir jedoch am Stahlrahmen keinen Stromschlag.

 

2. Wenn wir die statische Aufladung nur auf 2 Dielen hergestellt haben, resp. nur auf diese 2 die Füsse auf die Dielen gerieben haben, bekamen wir auch keinen Stromschlag.

 

3. Sobald wir jedoch über mehrere Dielen getretten sind, war die statische Aufladung da und der Stromschlag auch.

 

4. Ich bin nicht sicher ob eine Erdung an der Unterkonstruktion etwas bringt. Ich glaube eher, dass das BPC einfach den Strom nicht in der Unterkonstruktion leiten kann.

 

Meine Fragen:

- Würde das Problem auch mit WPC Dielen auftretten anstatt BPC?? Ob Holz oder Bambus ist ja nicht sehr entscheidend?

- Wie könnte der Strom sonst noch von den Dielen direkt abgeleitet werden? Würde etwas bringen jede Diele einzel noch zusätzlich zu erden z.B. mit der Unterkonstruktion?

 

Ich bin sehr dankbar über weitere Tipps und Ratschläge, bald sind wir mit dem Latein am Ende und wissen wirklich nicht weiter...

fondue gefällt das

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ich würde da erst mal keine grossen Überlegungen mehr machen sondern probieren, nimm mal Kupferlitze oder so Masseband und wickle das um jede Diele in einer Reihe und schau weiter, muss erst ja nicht schön sein, kan man sauber verlegen wenn es hilft.

Ich habe es bei Maschinen erlebt die sich bei Kuststoffbearbeitung aufgeladen haben, viel hilft viel, nicht lange Rätseln, montieren und probieren.

Ich glaube nicht dass es auf die Fasern ankommt die drin sind, das ist der Kunststoff der sich lädt.

 

gruss

turbo gefällt das

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Wie meinst du genau? Soll ich am Anfang des Sitzplatzes (beim Rasen) beginnen und wo das Glasgeländer am Haus befestigt ist dann mit der Verdrahtung aufhören?

Wie stellst du dann vor dass die Verlegung versteckt werden dann wenn der Draht um jede Diele gewickelt ist?!

Werde mal eine Kupferlitze auftreiben und dies probieren.

Danke und Gruss


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Das habe ich befürchtet, dass es auf einfachem Wege nicht geht. Vermutlich haben deine Dielen eine geringen Holzanteil. Dann tauchen solche Probleme verstärkt auf. Du bekommst den Strom auf der Oberfläche schlicht nicht abgeleitet, obwohl dies der richtige Weg wäre. Eine andere Möglichkeit wäre die Dielen zu versiegeln. Dazu kann man Bambuspflegeöl farblos verwenden, oder ein WPC Pflege-Öl . Es sollte es zumindest reduzieren. Ich würde es aber erst an einer nicht so prominenten Stelle testen.(Optik/Aufnahme durch das Holz) Es wäre eine einfache kostengünstige Variante.

Im Anhang noch etwas Informationen.

Gruss

Elektrostatische Aufladung von WPC-Terrassendielen.pdf

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