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mad    1

Hallo Zusammen

 

Wir ersetzen demnächst unsere Öl Heizung durch eine LW WP.

Um mit einigen Herstellern zu sprechen war ich am Weekend auf einer Messe (bauen und modernisieren).

 

Dabei habe ich doch einige Aussagen sammeln können, die ich gerne mal hier zur freien Meinungsäusserung platzieren möchte.

 

Aussage 1:

Eine Inverter WP ist so ausgelegt, dass Sie möglichst lange am stück und mit der optimalen Leistung (Drehzahl) läuft.

Dies führt dazu, dass die LWWP extrem viele Betriebsstunden in kurzer Zeit sammelt und daher schneller zu ersetzen ist. Der Kompressor etc. hat nun mal eine begrenzte Lebensdauer.

 

Daher ist das optimalste System in etwa so:

 

  • "normale" (kein Inverter) LWWP mit Speicher für die Heizung. 
  • Warmwasser über einen separaten Wärmepumpenboiler

So könnte die LWWP ausserhalb der Heizperiode komplett ausser Betrieb genommen werden und sammelt in dieser Zeit keine Betriebsstunden.

 

Aussage 2:

Eine Kompakt LWWP zur Aussenaufstellung birgt immer die Gefahr, dass Vor- und oder Rücklauf einfrieren können?

Bei meiner Planung wird es so sein, dass die Leitungen zur Hauswand raus kommen und direkt in die WP gehen. Die WP würde direkt an der Aussenwand des Heizungsraumes stehen. Ich frage mich da, ob man die beiden Leitungen nicht einfach extrem gut  Dämmen kann? Irgendwo kommen Sie ja immer aus dem Boden raus.

 

 

Aussage 3:

Heizungsseitig brauchts auch mit Fussbodenheizung einen Speicher um die Sperrzeiten zu überbrücken. 

 

Aussage 4:

Stiebel Eltron sind in allen Punkten der Konkurrenz überlegen und wenn man gut verhandelt gibt's bei Stiebel Eltron gute Rabatte.

 

Alle Aussagen kamen unabhängig voneinander.

 

Da es hier im Forum einige Experten und WP Erfahrene gibt, bin ich gespannt, was Ihr dazu meint und ob Ihr ähnliches schon mal gehört habt.

 

Gruss

 

 

 

 

 

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Aussage 3: Es braucht nicht unbedingt einen Speicher. Bei einem modernen Haus mit guter Dämmung kann die Heizung gut ein paar Stunden aus sein, ohne dass man das spüren würde. Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.


Gesendet von iPhone mit HausGartenLeben

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Hallo Mad

Zuerst sollte man wissen, über welchen Energiebedarf man redet, wobei die Gebäudedämmung natürlich ein relevanter Faktor ist. Denn erst dann stellt sich die Frage, ob eine Inverter, normale Wärmepumpe, mit oder ohne Speicher , oder ein Kompaktgerät die richtige Lösung bringt. Die Laufleistung alleine ist nicht das einzige was es zu berücksichtigen gibt. Auch häufige "Starts" einer "normalen" Wärmepumpe sollte vermieden werden. Beim Start verbraucht eine Wärmepumpe die meiste Energie, und hat dort auch den höchsten Verschleiss. Alle Systeme haben ihre Vor und Nachteile. Ein Speicher hat auch den Vorteil, dass Schaltzyklen reduziert werden können. Daher würde ich auch einen bei verbauter Bodenheizung einsetzten. Gibt es bei eurem Stromanbieter für eine Wärmepumpe überhaupt Sperrzeiten? 

Zu Stibel kann ich nichts sagen, aber technisch kochen alle nur mit Wasser. Es gibt dann eher Unterschiede bei der Steuerungselektronik. Alle bekannten Hersteller sollten aber mittlerweile ausgereift Produkte haben.

 

Gruss Pit

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Aussage 3: (völliger Bödsinn)

Wenn man eine Bodenheizung hat, die hydraulisch korrekt abgeglichen ist, braucht es sicher keinen Speicher. Denn der Unterlagsboden kann umgerechnet die grössere Energie aufnehmen als ein 5000l-10000l Speicher (je nach Fläche). Denn ein zusätzlicher Wasserspiecher verkleinert nur die Effizienz und erhöht die Gefahr von Fehleinstellungen. Denn einen Speicher korrekt einzubinden ist ziemlich anspruchsvoll. Das führt dann oft zu hohen Schaltzyklen.

Der einzige Grund für einen Speicher ist, wenn man die WP mit Heizkörpern betreibt.

 

Aussage 1:

Inverter erhöhen die Laufzeit der WP am Stück: Das ist korrekt. Aber das will man auch. Denn Schaltzyklen sind viel schlimmer als Laufzeit (um Faktoren)

WW über separaten WP-Boiler: Macht oft Sinn

 

Aussage 2:

Ich würde von einer Kompakt-WP zur Aussenaufstellung abraten. Split-Gerät ist ok.

 

Ausage 4:

Völliger Blödsinn, ganz im Gegenteil. Viel einstellen kann man da z. Bsp. nicht.

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Hallo Mad

Ich halte es für falsch hier einzelne Aussagen zu werten. Man muss das Ganze im Auge behalten.

 

Ob Inverter oder nicht, ist weniger eine Frage der Haltbarkeit. Diese ist bei guter Planung bei beiden gegeben.

Der Vorteil beim Inverter ist die verbesserte Regelmöglichkeit. 

 

Wenn du beispielsweise ein PV-Anlage planst, dann ist eine WP mit Inverter zur Steigerung des Eigenverbrauchs wichtig, da du dann die WP  der vorhandenen PV-Leistung anpassen kannst.

 

Auch auf einen Speicher würde ich nicht verzichten wollen. Diesen kannst du "überladen", sprich zu hoch aufheizen, mit dem überschüssigen PV-Strom. 

 

Ich finde es deshalb gut wenn man die Heizung saniert sich Gedanken über seinen gesamten Energieverbrauch zu machen und zu überlegen wo man bezüglich erneuerbaren Energie in so 5 - 10 Jahren sein möchte.

 

Und wenn du möglichst viel vom Dach runter holen willst, macht sogar Solarthermie Sinn. Ich freue mich jedesmal wenn unser 500 Liter Speicher mit 70 Grad heissem Wasser gefüllt ist, und das gerade mal aus 10m2. Auch wenn sich das finanziell kaum rechnet.

 

Ich hoffe jetzt nicht zu weit ausgeholt zu haben. Aber was du jetzt baust hält schliesslich wieder 15 - 20 Jahre.

 

Gruss Fipsli

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Lieber @Mad

 

Aussage 1:

Ein Kompressor geht nicht Aufgrund höherer Laufzeit defekt, sondern unnötiges Ein- und Ausschalten reduziert seine Lebensdauer.

In der heutigen Zeit ist ein muss die Invertertechnologie bei Luftwasserwärmepumpen zu berücksichtigen. Diese Technologie ist ein Meilenstein bei den Luftwasserwärmepumpen. Für das Warmwasser macht es keinen Sinn dieses mit einem seperaten Gerät abzudecken. (Service ist kostenintensiver)

 

Aussage 2:

Eine Kompaktanlage macht Sinn, bis Heute ist mir nicht zu Ohren gekommen, dass die Leitungen eingefroren sind.

Bei Splitt-Anlage sollte der Bauherr informiert sein, dass er Jährlich eine Dichtigkeitsprüfung durchführen muss (Gemäs BUVAL, kostenintensiv)

 

Aussage 3:

Ich würde Dir empfehlen eine kleinen Speicher vorzusehen. Für den Abtauungsprozess braucht es genügend warmes Wasser und eine ältere Fussbodenheizung hat manchmal nicht die genügende Wassermenge, die es braucht. Es ist auch als Absicherung der Wärmepumpe zu betrachten.
(Siehe Funtionschemata 3 oder 6 an http://wp-systemmodul.ch/files/Downloads DE/Lieferanten/Funktionsschemata--Vers.-27.11.15.pdf )

 

Aussage 4:

Stiebel Eltron ist ein gutes Produkt, aber es gibt auch weitere Produkkte, wie z.B. die NIBE mit der WP F2120.

 

Einen Typ vom Fachmann:

Weitere interessante Information können unter der Webseite: http://www.wp-systemmodul.ch der Fachvereinigung Wärmepumpe Schweiz http://www.fws.ch gefunden werden.

Weiterhin viel Glück bei Deinem Umbauprojekt.

bearbeitet von maningreen

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