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Hallo,

Dein Problem sind die eingestellten Durchflussmengen.

Diese sind zu hoch. Das führt dann zu einem pendeln, da die Bodenheizung sehr träge ist.

Eigentlich sollte immer nur soviel Energie dem Raum zugeführt werden, wie er auch verliert (über Baukonstruktionen). Dann ist der Boden konstant warm.

Fliesst zuviel Wasser, wird der Boden zu warm, gibt zuviel Energie ab, die Raumtemperatur wird zu hoch, Thermostat stellt ab, kein Durchfluss, Boden kühlt aus. Und wenn die Raumtemperatur dann sinkt, beginnt das spiel von vorne......

 

Allerdings soll der Boden warm sein, nicht "heiss". Je nach Aussentemperatur können das in Neubauten Oberflächentemperaturen zwischen 23 und 27 grad sein, mehr oftmals nicht (Ausnahme Bad und Randzonen). Also keine Körperwärme Oberfläche erwarten! Für einen Energiefluss zwischen Boden und Raumluft reicht eigentlich bereits 1K Temperaturunterschied.....

 

Versuche mal, Montagepläne oder Berechnungen zur FBH zu erhalten, darin siehst du die Durchflussmengen in l/min pro Heizkreis.

Diese dann am FBH-Verteiler einstellen. Oder einfach mal den Ist-Zustand notieren (bei voll offenem Thermostat) und dann die Wassermengen schrittweise reduzieren..... jeweils mind. 1 Tag abwarten und beobachten was es bringt!

 

Voraussetzung ist allerdings, dass die Heizkurve erstmal vernünftig eingestellt ist..... Wenn die bereits zu hoch ist, wird das nie vernünftig klappen mit dem feintuning

bearbeitet von mikkeydoublex

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Lieber Paladar

 

Ist leider kein triviales Problem, welches Du in den Griff kriegen willst. Dies weil einige Parameter dazu beitragen, damit Du Dich in Deinen vier Wänden behaglich fühlst. Vor allem ist es schwierig die Heizkurve richtig einzustellen, damit Du über den ganzen Aussentemperaturbereich von -10°C  bis zu 15°C immer die richtige und möglichst gleichmässige Innenraumtemperatur hast.

 

Hast Du allenfalls Pläne wo und wieviel Bodenheizungsrohre verlegt worden sind oder Fotos von der Bauzeit wo Du siehst, wo Bodenheizungsschlangen verlegt worden sind? Interessant sind natürlich auch die Abstände zwischen den Rohren. Kleinerer Abstand ermöglicht tiefere Vorlaufstemperaturen. Die normale Auslegung liegt bei Fussbodenheizungen bei 35° Vorlauf bei -9°C Aussentemperatur. Ich selber lasse den Heizungsplaner immer auf 30°C Vorlauftemperatur auslegen, da dann die Wärmepumpe effizienter arbeitet und so längerfristig Energie und damit Geld gespart wird. Ausserdem wird bei kleinerem Abstand der Boden gleichmässiger warm. Die Mehrkosten für etwas mehr Rohre sind dabei nicht so hoch.

 

Ebenfalls noch wichtig, die Überhitzung bei Sonneneinstrahlung während der Heizperiode ist deutlich kleiner. Die solaren Wäremegwinne wollen wir ja nicht wieder durch das offene Fenster abführen müssen, weil wir sonst Saunabetrieb im Wohnzimmer kriegen. 

 

Wie aber schon Mikk richtig erwähnt hat, sind Stein- und Plattenböden nie "fusswarm", d.h. diese Böden entziehen im Gegensatz zu einem Holzboden oder einem Teppich der Fusssohle viel mehr Wärme. Denn die Leitfähigkeit von einem Stein- oder Plattenboden ist viel grösser als diejenige eines Holzbodens. Und Deine Fusssohlen haben ca. 35-36° C Temperatur, währenddem der beim Heizungsbetrieb Fussboden meist 1-2°C über der Raumtemperatur liegt. Ich bringe immer das gleiche Beispiel. Fasse gleichzeitig mit der einen Hand ein Möbelstück an und mit der anderen eine Steinplatte. z:B. Deine Küchanabdeckung. Welche empfindest Du als wärmer? Logisch wirst Du sagen das Holz. Dabei haben ja beide die gleiche Temperatur, nämlich diejenige des sie umgebenden Raumes. Wieso empfindest Du denn den Stein als kälter? Weil er Dir mehr Wärme entzieht als das Holz, da Holz schlecht leitet.

 

Ich habe auch schon ganze Häuser mit Natursteinböden gemacht. Der Bauherr muss aber vor diesem Entscheid wissen, dass von der Behaglichkeit her der Holzboden deutlich besser ist. Wenn er in Kenntnis den Entscheid fällt, ist das sein Ding. Schnellste Lösung? Dort wo man sich viel aufhält (Essplatz, Sitzecke etc.), halt einen relativ hochflorigen Teppich legen. Nicht jedermanns Sache, aber trotzdem effizient. Und es gibt ja heute auch viele schöne Teppiche...

 

Schönen Abend, Urs Tischhauser

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Ich bedanke mich bei Euch allen für die wertvollen Tipps. Ich habe das Haus gebraucht gekauft und es gibt keine Heizungspläne wo man Lage und Abstand der Rohre sehen würde oder andere wichtigen Infos. Der Heizungsinstallateur ist konkurs und geht nicht mal an Telefon.  Und da ich von der Materie nichts verstehe, werde ich mir wohl professionelle Hilfe holen müssen. 

 

Beste Grüsse

Paladar

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Ich hänge mich mal hier an weil wir auch eine Fussbodenheizung haben, die seit 5 Jahren in Betrieb ist.

 

Die Vorlauftemperatur ist 26°. In diesem 7 Parteien Haus hat sich nun eine Miteigentümerin beschwert, dass in einem ihrer Zimmer die Fussbodenheizung "eiskalt" sei (obwohl sie den Thermostat auf 5 gestellt hat). Es gibt pro Wohnung drei Thermostatgeregelte Kreise (mit Servoventilen) sowie zwei manuel geregelte, mit mechanischen Ventilen.

 

Vor 2-3 Wochen wurde der Warmwasserboiler entleert, um ihn zu entkalken.

 

Vor 1 Woche ist uns bei der Begehung des Heizungsraum aufgefallen, dass der Wasserdruck des Heizkreises zu gering ist (siehe Bild).

 

Nun habe ich in der Bedienungsanleitung der Gastherme gelesen (Seite 27 bis 31), dass der Wasserdruck zweimal im Jahr überprüft werden sollte. Falls jedoch Wasser nachgefüllt werden muss, führt dies zum Einbringen von Luft in die Anlage. Besonders dann, wenn der anzuschliessende Wasserschlauch vorher nicht entlüftet wurde. Selbst wenn er entlüftet wurde, führt die unglückliche Verwendung eines horizontalen Anschlussstücks immer zum Eindringen von Luft (weil beim Anschluss Wasser aus dem Schlauch läuft und Luft eindringt.

 

Wenn also Wasser aufgefüllt werden muss, müssen anschliessend sämtliche Heizkreise entlüftet werden, wobei man mit den unteren Etagen anfangen und sich nach oben weiterarbeiten soll.

 

Die Heizkreise wurden seit Bestehen der Anlage noch nie entlüftet.

 

Nun meine Frage: wie entlüftet man eine Fussbodenheizung? Gibt es da für jeden Heizkreis ein spezielles Entlüftungsventil oder reicht es aus, die Servoventile etwas rauszudrehen und anschliessend wieder einzudrehen?

 

Der Verteiler der Heizkreise ist leider dezentral,d.h. in jeder Wohnung in einem Einbauschrank. Um alle Heizkreise zu entlüften müssen also alle Wohnungen betreten werden. Und weil das Entlüften den Systemdruck absinken lässt, muss anschliessend evtl nochmals der Druck angehoben sowie ein weiteres Mal im ganzen Haus entlüftet werden. Sehr umständlich.

Gastherme.JPG

Wasserdruck.JPG

bearbeitet von Dierk

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Anlagedruck ist definitiv deutlich zu tief. Kann theoretisch bereits eine Ursache für die Probleme mit dem kalten Heizkreis sein.

Aber bezüglich nachfüllen würde ich da jetzt keine Wissenschaft draus machen.

wenn der Schlauch sauber mit Wasser gefüllt ist bevor er angeschlossen wird gelangt sehr wenig Luft ins System. Alles zu entlüften scheint mir da übertrieben.

Normalerweise hat es OK Heizgruppe sogenannte Luftflaschen, wo sich die Luft sammeln kann -> entlüftet man dann mit dem entsprechenden Schlüsseli.

 

Bodenheizungskreise kannst du nicht einzeln entlüften. Auf dem jeweiligen FBH-Verteiler / Sammler (pro Wohnung) hat es Entlüftungsventile. Die kannst du ja mal etwas aufdrehen... kommt Wasser ist es Okay, macht es gurgelnde Geräusche offen lassen bis nur noch Wasser kommt............. Dabei Anlagedruck je nach gebäudehöhe bei 1.5 bis 1.8 bar halten.

 

Wichtiger scheint mir, wenn es eine neuere Heizung ist, eigentlich gar kein Leitungswasser mehr eingesetzt werden darf -> sondern nur noch entmineralisiertes. Ist vorallem auch wichtig bei allfälligen Garantieansprüchen. Wobei wir selber in der Firma diese Richtlinien sehr kritisch betrachten, denn das behandelte Wasser hat durchaus auch negative Seiten....
Für die Füllung mit behandeltem Wasser musst du aber wohl deinen Installateur beiziehen, ausser ihr hättet irgendwo eine Füllpatrone im Heizraum?

 

Bei der Wohnung mit dem kalten Heizkreis sollte man mal schauen, ob da überhaupt Wasser über diesen Kreis zirkuliert (Schauglas am FBH-Verteiler).

Falls nicht, prüfen ob die Voreinstellungen von diesem Heizkreis voll offen ist (kann man drehen, je nach Fabrikat etwas unterschiedlich).

Wenn der voll offen ist und immernoch kein Wasser zirkuliert, stimmt der Hydraulische Abgleich nicht oder der Ring ist "verstopft" und sollte gespült werden (eher ausgeschlossen bei neuerer Anlage. 

 

Für den hydraulischen Abgleich besser jemanden beiziehen der sich damit auskennt (Pumpeneinstellungen, einlitern der Heizkreise etc.)

 

Während dem entlüften übernimmt das Expansionsgefäss den Druckausgleich, du musst hinterher eigentlich nicht nochmals eine Runde machen. Einfach beim ersten mal gleich auf den richtigen Druck oder gleich etwas mehr füllen (2bar) und dann passt das schon. Bis 3bar gehts eigentlich problemlos, kannst du nichts kaputt machen. Darüber wird das Sicherheitsventil ablassen (was auch keine Katastrophe wäre)

 

 

bearbeitet von mikkeydoublex

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