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So Haus gekauft, nun geht es ans eingemachte. Bei der ganzen Bürokratie hinterfragt man schon, ob man wirklich energetische Sanierungen fördern will.

 

Ich will dann Dachstock ausbauen, kommt ein Bad rein sowie wird das Dach isoliert und neu eingedeckt. Inkl. Dachfenstern und event. Lukarne.

 

- Benötigt werden schon mal TV-Kanalaufnahmen und einen Kanalisationsplan. Das ist für mich noch verständlich und hoffe, dass die Leitungen i.o. sind und nicht von den Wurzeln der Gartenbepflanzung beschädigt wurden.

 

Aber nun wirds interessant betreffend Versickerung. Unser Objekt ist wie folgt eingestuft.

„Gebiet mit zwingender Meteorwasser-Versickerung und Retentionsprüfpflicht“. Es besteht jedoch aktuell noch keine Meteorwasserleitung in der öffentlichen Kanalisation (erst Projektiert)“

Dazu braucht es sicher schon mal einen Geologen, nehme an, der weiss dann schon was zu tun ist.

Was bedeutet aber dieses Fachchinesisch für mich? Weil irgendwie ist es ein Widerspruch für mich???  Insbesondere interessiert mich natürlich, ob das noch Konsequenzen hat, betreffend Folgebaukosten (sind jetzt schon in der Grobplanung über Budget...). Es handelt sich ja um eine DEFH, beim anderen Objekt wird nichts saniert und der Dachhänel führen wir gemeinsam.

 

 

bearbeitet von hilfi

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Hallo Hilfi

Ich sehe da noch nicht so genau durch.

Für gewöhnlich braucht es für eine Dachsanierung keine Baugenehmigung, so lange man keine Um-Anbauten macht, und die Dachfläche und Optik gleich bleibt. Und nur dies ist ja relevant für die Entwässerung via Versickerung oder einer Retension.

Das Abwasser des Badezimmers geht ja eh in die "normale" Kanalisation.

vor 7 Stunden schrieb hilfi:

Gebiet mit zwingender Meteorwasser-Versickerung und Retentionsprüfpflicht“. Es besteht jedoch aktuell noch keine Meteorwasserleitung in der öffentlichen Kanalisation (erst Projektiert)“

Die heisst, dass die Gemeinde noch keine getrennte Leitungen, also eine für eine Meteo und eine für "normales" Abwasser hat.

Grundsätzlich muss das Meteowasser jedoch auf dem Grundstück versickern, oder über eine Retensionsanlage (z.B.modifizierter Regenwassertank) abgeführt werden. Es muss dabei geprüft werden, ob dies auch korrekt dimensioniert ausgeführt ist. Das realisiert man nicht einmal schnell mit ein paar tausend Stutz. 15-20000SFr. sind da schnell verblasen. Hast du denn schon einmal direkt mit dem Bauamt das Gespräch gesucht. Es wäre ja auch wichtig zu wissen, was evt. für Kosten auf einem zukommen, wenn die Entwässerung mit zwei Leitungen von der Gemeinde neu realisiert wird. (Neugestaltung Abwasserkosten)

Vermutlich musst du dies auch noch mit dem Nebeneigentümer besprechen, da Ihr ja einen gemeinsamen Anschluss habt, und eine solche Massnahme in Zukunft, für Ihn auch Konsequenzen haben kann.

Eine weiter Frage ist, ob eure Grundstückfläche auch die Möglichkeit bietet, die anfallende Regenmenge auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen. Je nach Bodenaufbau, könnte es auch wichtig sein, dass die Keller ausreichen abgedichtet sind, vor allem beim Nachbar.

 

Gruss Pit

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Wie gesagt, sprich einmal mit dem Bauamt, ob es diesen Aufwand überhaupt braucht. Es gibt meist auch Regelungen, dass der Besitzstand gewahrt wird, oder die Verhältnismässigkeit nicht gegeben ist, oder auch , dass eine Versickerung auf dem eigenen Grund schlicht nicht möglich ist. Ist euer Teil des Hauses eigentlich einzeln parzelliert, oder bilden beide Häuser eine Parzelle? Gib Ihnen die Argumente, wie "es ist kein Umbau, sondern eine Renovation" usw. So wie ich oben einige genannt habe. Pass aber bei der Lukarne auf, diese könnte aus einer Renovation einen Umbau machen.

 

Gruss Pit

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Der Typ vom Bauamt ist "Spitz" drauf auf die Versickerung... Unsere Hälfte ist eine eigene Parzelle. Wir bauen das DG komplett aus (Lukarne oder grosse Dachfenster, Einbau neues Bad, event. kleiner Anbau fürs das Treppenhaus), welche eine Bewilligung brauchen und hier sind Vorgaben bereits da, dass für eine Baubewilligung dies erfüllt sein muss.

 

Schauen wir jetzt mal was der Geologe dazu sagt. Werde dann mit der Person, welche die Baueingabe dann machen wird, das Thema verhältnismässigkeit zu thematisieren, falls hier grössere finanzielle Auswirkungen zu befürchten sind.

bearbeitet von hilfi

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Wir sollten Anfangs auch eine 30m lange Leitung durch den Garten des Nachbars graben um unser Meteorwasser in den nahegelegenen Bach zu leiten. Dagegen konnten wir uns dann erfolgreich wehren wegen "unverhältnismässigkeit". Wir mussten nun einmalig der Gemeinde etwas bezahlen und durften an die normale Kanalisation anschliessen.

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Lieber Hilfi

 

Die Frage ist, ob der Boden auf Deinem Grundstück überhaupt geeignet für eine Versickerung ist. Deine Ortsangabe Mittelland ist natürlich ein bisschen sehr vage... Ich habe am rechten Zürichseeufer immer wieder mit den Behörden Zoff, weil diese genau das verlangen, obwohl bei uns die meisten Böden undurchlässig bis komplett undurchlässig sind. Du wirst aber heute vermutlich nicht darum herumkommen einen Regenwassertank einzubauen, der dank einem Drosselventil einen maximalen Abfluss an die Kanalisation ableitet, welcher Dir die Gemeinde vorschreibt. Du kannst Dir überlegen, ob Du das Wasser gerade für die Gartenbewässerung brauchen willst. Denn Damit kannst Du die Abwassergebühren für das Wasser sparen, welches Du im Sommer vom Wassernetz beziehst um Deinen Garten zu bewässern. Im übrigen solltest Du eigentlich auch sonst weniger Abwassergebühren bezahlen, wenn Du Dein Meteorwassernicht nicht unkontrolliert ableitest, wie bisher. Frage die Gemeinde an....

 

Wenn Dein lieber Nachbar derzeit kein Münz lockermachen will, kannst Du Deine Anlage für Dich allein bzw. Deinen Hausteil auslegen lassen. Wenn er dann mal ausbaut, macht er das Gleiche noch einmal. Mit Garantie ist dies die teurere Lösung als wenn Ihr dies jetzt gerade zusammen baut. Lass beide Varianten offerieren, dann kannst Du ihm dies schwarz auf weiss beweisen. Wenn nämlich der Tank nun doppelt so gross wird, wird dieser sicher nicht die doppelten Kosten mit sich bringen. 

 

Ob die Gemeinde das von el-nino beschriebene "Ablasshandelszertifikat" erstellt ist fraglich. Zumindest ist damit das Problem noch nicht gelöst.....

 

Heebag aus Lienz SG oder Lechner aus Bilten sind Lieferanten für solche Tanks. Damit auch "Pfälzer" Freude hat, kann man auch Graf aus D erwähnen, welcher natürlich auch sehr gerne in die Schweiz liefert.

 

Schönen Abend, Urs Tischhauser

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